Achim

 

Gitarrist in einer Band – wollte ich immer sein.

Dass dies über einen so langen Zeitraum von über 30 Jahren geklappt hat, das nennt man wohl Glück. Aber wie das Leben so spielt, kann man eben nicht immer Glück haben. Dann sollte man aber wenigstens das Beste aus der Situation machen. Und wie man sieht, ist aus uns doch wieder eine komplette Band geworden.



Im Gegensatz zu Heri bin ich geborener Niederrheiner. Damit hat es sich aber auch. Mir wohnen hier zu viele Menschen. Wenn ich frei entscheiden könnte, würde ich in eine einsamere Gegend ziehen. Nur müsste die restliche Band dann unbedingt nachziehen. Das wird wohl schwierig – obwohl so lockere Gedankenspiele kursierten schon mal.......

Mit Musik bin ich schon früh in Berührung gekommen. Meine Eltern haben mir fünf Jahre lang Akkordeonunterricht ermöglicht. Fand’ ich damals klasse – bis ich 14 Jahre war. Dann musste es eine Gitarre sein und das Wort Akkordeon und dass ich eins hatte und auch noch Unterricht genommen hatte, wurde zum Staatsgeheimnis. Damals war ein Akkordeon der Inbegriff für Volksmusik. Hat sich zum Glück geändert.

REFLEX II

Habe dann mit Freunden eine Band gegründet und wir haben fröhlich drauflos gerockt. Nicht schön, aber laut. Eine der damaligen Lieblingsbands, die wir auch eifrig nachspielten (zumindest haben wir es versucht), war Status Quo. Die gibt’s ja heute auch noch! Erstaunlich – manches hat doch Bestand. Auch drei denkwürdige Auftritte waren zu verzeichnen. Beim ersten haben wir den Saal leer gespielt, der zweite endete in einer Schlägerei und den dritten mussten wir vorzeitig abbrechen, weil wir zu laut waren.

 

Nach diesen großen Erfolgen neigte sich die Musikerkarriere erstmal dem Ende entgegen.


Und dann.....lernte ich Ulli und Heri kennen. Auch verhinderte Musiker. Nachdem wir das gegenseitig rausgefunden hatten, war die Bandgründung nicht mehr fern. Ich habe meine große Erfahrung in die Waagschale geworfen und wir haben fröhlich in diversen „Proberäumen“ (von Schulen zur Verfügung gestellte Klassenzimmer) erste Gehversuche gestartet. Von 3 Stunden Probe haben wir 1 ½ Stunden unsere Gitarren gestimmt.

 

Aber  die "alten Wir 4 bzw. Wir 5" sind jetzt halt Geschichte. Trotzdem ist Musik für mich unverändert wichtig. Daher freue ich mich besonders darüber, dass wir noch ein paar angenehme Zeitgenossen gefunden haben, die mit uns spielen wollen.  Und dann noch einen Dank an meine Frau, die das schon so lange aushält, und auch die An- und Verkäufe von Equipment tapfer hinnimmt. Die Musikanlage unterliegt halt dem Wandel der Zeit, und daran wird sich auch wohl nichts ändern.

;-)

 

Musik soll Spass machen und sonst nix!

 

Dieser Satz galt früher und wird uns auch zukünftig begleiten. Kein Druck, kein krampfhaftes Üben irgendwelcher eingebauter musikalischer Feinheiten, für die wir sowieso nicht stehen.


Und vier Akkorde in unterschiedlicher Reihenfolge, die konnten wir immer schon.

Sturm im Wasserglas