00er

 

Das letzte Jahrzehnt hat uns auch wieder viel "Spaß an der Freud" bereitet. Aus unserer Sicht haben wir uns auch professionell weiterentwickelt, weil wir mit unseren besagten drei bis vier Tönen jetzt schon deutlich mehr anfangen können als früher.

So lieben wir das!

So um 2007 haben wir dann einem guten Freund erlaubt, sich mal an einem Donnerstagabend still in eine Kellerecke zu setzten und zu lauschen. Wie er darauf gekommen ist, wissen wir auch heute noch nicht.

 

Wir haben ihm dann drei Stunden lang so richtig was auf die Ohren gegeben, was er sein Lebtag lang nicht mehr vergessen wird. Wir aber auch nicht, denn drei Stunden am Stück mit einem Wahnsinnssound und völlig ohne Fehler zu spielen, werden wir auch zukünftig wohl nie wieder hinkriegen.



Auf jeden Fall hatte Arnd soviel Spaß in der Buxe, dass er sich wenige Wochen später einen Bass und einen kleinen Basscombo zulegte und mitmachen wollte. Wir haben ihn natürlich - generös wie wir immer schon waren - sofort und ohne Probezeit aufgenommen und erfreuen uns seither an seinem dezenten Begrüßungs-E, bei dem man immer gleich weiß, "wo die Glocken hängen".

 

Unser musikalisches Spektrum (wenn man denn davon sprechen kann) hatte sich dank Arnd erfreulich erweitert. Und schließlich konnten wir jetzt wieder als "Wir 4" allen zeigen, "wo die Hacke am Stiel sitzt".

 

Auch hat in der Zeit ein gewisses Aufrüsten eingesetzt. Die Kinder sind ja jetzt schon groß und zum Teil auch schon selbstständig. Und darum musste man - im wahrsten Sinne des Wortes - nicht mehr jeden Pfennig zweimal umdrehen.

 

Als erstes beglückte uns Ulli, nachdem seine erste eierlegende Wollmilchsau abgenuffelt und nicht mehr zu reparieren war, mit dem nächsten, jetzt aber digitalen Superdupa-Mehrspurrecordingmischpultdingen von Yamaha. Toll wie man sich da von einem Untermenü in das nächste hangeln kann (.... aber nix für die Generation "never read the fucking manual").

 

Lyrik

Und das Ding frisst jetzt anstatt Cassetten sogar CD-Rohlinge (wenn es denn mag). Unterm Strich aber trotzdem ein deutlicher Fortschritt in der Keller-Aufnahmetechnik. Und damit ihn endlich mal alle singen hören, hat Ulli sich auch noch einen "größeren" PA-Verstärker mit FX von Behringer und inzwischen vier Lautsprecherboxen gegönnt. Auch mit Unterstützung durch die von ihm verstreuten Textausdrucke kann die restliche Bande nun endlich gebannt seiner Lyrik folgen.



Achim und Heri haben sich darüber natürlich gefreut "wie Bolle" und mit diversen Verstärkern, Gitarren und Effektgeräten geantwortet. Arnd konterte mit einem Hartke-Topteil nebst passendem 4x10er Bass-Cabinet (träumt aber schon von einem zusätzlichen 15er für's Fundament) und einem Squier Precision. So haben die restlichen "Wir 4" halt wieder den notwendigen Gleichstand hergestellt, um Ulli notfalls an die Wand drücken zu können (tun die aber nicht, bestimmt nicht, naja .... eigentlich fast nie, die wollen ja nur spielen).

 

Ganz entscheidend für uns war aber in 2010 der Entschluss, doch mal "ins Studio" zu gehen und eine richtige CD aufzunehmen. Nur konnte sich keiner von uns so richtig was drunter vorstellen. Also ab in's Internet (hat man jetzt ja) und auch mal anderen Bands ein Ohr abkauen. Ergebnis war: Das Internetangebot von Tonstudios in unserem Bereich ist riesig und für Neulinge wie wir nur schwer zu durchschauen. Da waren uns im Endeffekt dann doch die persönlichen Empfehlungen anderer wichtiger.

 

Also: Flugs mal beim dk-tonstudio angerufen, Termin ausgemacht und erst mal nach Gronau gucken gefahren. Dabei stellte sich Günni gleich als Pfundskerl heraus, der uns zudem mit seiner Technik und seinen Aufnahmen von anderen "Kellerbands" aber auch so richtig beeindruckt hat.

 

Wenige Tage später haben wir schließlich ein ganzes Wochenende im Mai 2010 bei Günni gebucht und gleich angefangen, uns auf die Aufnahmen vorzubereiten. Immerhin mussten wird aus über 150 Stücken die passenden aussuchen und üben, üben und nochmals üben. Kreative Ausflüge waren dabei nicht zugelassen, Disziplin war alles! Schließlich wollten wir ja auch ein sauberes Ergebnis abliefern. Aber wie schon gesagt, die vom Niederrhein können so richtig stur sein, auch wenn's weh tut.

 

Günni

Das Mai-Wochenende und auch die Aufnahmen waren für uns ein fantastisches Erlebnis. Günni hat uns fast familiär betreut und auch immer wieder aufgebaut, wenn etwas aus unserer Sicht völlig daneben gegangen war. Er hat auch ein untrügerisches Gespür dafür, wann es absolut keinen Sinn mehr macht, noch ein paar Aufnahmespuren zu vergeigen. Schließlich kriegt er beim Zusammenmischen alles hin, und genau das schafft er auch!

 

Und die Abende mit Döner, Fachsimpeln und angereichert mit flüssigen Nährstoffen werden wir bestimmt auch nicht vergessen. Und was so gut war, das wiederholt man immer wieder gerne. Bereits im November waren die nächsten Aufnahmen im Kasten. Wir wollten ja schließlich eine komplette CD, und die haben wir jetzt auch. Und weil Günni alles hinkriegt, heißt die jetzt auch so!

 

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Kometenstaub