80er

 

Weiter ging der Spaß, auch ohne Bandnamen und Auftritte. "Wir 3" wurden immer besser, naja ..., zumindest was das Equipment angeht. Achim leistete sich eine echte Gibson SG und Heri sich endlich einen gescheiten Gitarrenverstärker. Einen Hybriden von Peavey. So einen Classic mit Transistorvorstufe, echten Endstufenröhren und zwei 12er Speakern. Und das Teil hatte, bis es irgendwann einmal sang- und klanglos kaputt ging, sogar einen Phaser, mit dem man so richtig in die unendlichen Welten abdriften konnte. Hat Heri dann natürlich auch getan; klang auch echt Sch....

 

Ulli muss mal wieder Gitarre üben!

Achim rüstete schließlich mit einem Marshall JMP 50 auf, liebevoll auch Marishallo genannt. Zusammen mit der SG der schiere Wahnsinn.

Uns Ulli hat sich natürlich in den Jahren auch nicht lumpen lassen und nicht nur schlagzeugtechnisch aufgerüstet, sondern noch eine "eierlegende Wollmilchsau" von Yamaha draufgelegt. Ein komplettes Minimisch- pult mit Mehrspurrecorder.

 

Das Teil haben wir in den Folgejahren echt gequält, und uns auch, mit Einzelspuraufnahmen.

Schließlich war dann auch das Ende von Heri's Aria Pro II gekommen (Stichsäge). Nachfolger wurde, nachdem zunächst eine Fender Stratocaster wegen Unbespielbarkeit (zu stark gewölbtes Griffbrett, oder lag's doch an den krummen Fingern?) wieder weg musste, schließlich eine Hoyer Flying. Zusammen mit einem gebrauchten JCM 800 Topteil als Peavey-Ersatz ein Glücksgriff. Und erst die Boxen mit 19er Spanplatten, Kunstleder, Kofferecken und natürlich den ausgebauten alten 12ern. Achim hat selbstverständlich genau so ein Ding gekriegt, Heri war und ist ja unser kleiner Bastelwastel.

Du Arsch

Das Beste war natürlich dann unserer eigener Proberaum in Ullis Keller. Man haben wir da gewerkelt. Massig Styropor, Dachlatten und dicke Pappe, die wir von dem Wellpappenwerk in Kapellen billig gekriegt haben. Und dann natürlich noch die obligatorischen Eierpappen, ganze Stapel, und die meisten sogar noch ganz neu. Die haben wir dann mühsam zusammen mit unseren Mädels mit Pattex an die Pappwände und an die Decke geklebt. Heißkleber oder so andere nette Sachen gab's ja damals noch nicht. Und die meisten kleben heute noch, echte Wertarbeit!

 

Wie man sieht, war Achim auch noch Wochen später echt geschafft!


Und dann ging irgendwann eine strahlende Sonne namens Petra auf. Auf einmal hatten wir nicht nur eine prima Sängerin, die dazu noch gut zu uns passte, sondern auch weniger Platz im Keller und eine zusätzliche Einzelspuraufnahme. In dieser Phase entstanden Klassiker wie zum Beispiel "Es regnet" und "Du Arsch", und "Wir 4" haben die Zeit echt genossen.

Schade dass nach etlichen Jahren Petra aus familiären und beruflichen Gründen nicht mehr dabei sein konnte. Wir waren dann halt wieder "Wir 3" und gingen weiter unseren rockigen Weg.