90er

Prost!

 

Natürlich ging es auch in den nächsten Jahrenden ungestüm weiter. Schließlich wollten "Wir 3", obwohl mittlerweile alle verheiratet und mit vielen Kindern (so in etwa sechs), Hunden, diversen Meerschweinchen, Zwerghasen und mehr gesegnet, immer noch einmal in der Woche so richtig "die Sau rauslassen" und durch das Dorf Budberg treiben.

 

Der Ausbau des Equipments ging noch langsam und stetig voran. Man gönnt sich ja sonst nichts. Das eine oder andere Micro, teilweise im Selbstbau für die Gitarrenboxen, und auch sonst noch ein paar Kleinigkeiten waren ja noch drin. Musikalisch ging's weiter bergauf, die Aufnahmen wurden besser und wir blieben natürlich (die vom Niederrhein sind ja stur) weiter im Keller.

 

Unser Bekanntheitsgrad stieg dadurch zwar beständig von Null auf Null, aber das war uns ja egal!

 

Irgendwann zwischendurch haben wir auch mal versucht, an einen Bassisten zu kommen. Einer ist dann auch tatsächlich mal zum Probespielen vorbei gekommen, ward dann aber nie mehr gesehen. Wir waren halt irgendwie nicht sein Fall. Aber Ulli hatte ja noch einen alten "ausgeliehenen" Framus-Bass, auf dem man, auch wenn die Saiten bestimmt so alt waren wie das Dingen selbst, so ein bisschen rumdengeln konnte. Gesangstechnisch musste wieder allein Ulli seinen Kopf hinhalten. Von Achim und Heri war auch in dieser Zeit höchstens mal hier und da ein Mitgrölen zu erwarten.

 

Zusammengefasst stand für uns in den 90ern im Vordergrund, einmal wöchentlich so richtig abzurocken und dabei alles andere auch mal hinter uns zu lassen.

 

Richtige Meilensteine (so sagt man ja heute) gab es zwar nicht. Fast jede Woche hätte man aber ein paar glückliche und insbesondere im Sommer verschwitzte Gestalten dabei beobachten können, wie sie nach rund drei Stunden „harter Rockarbeit" so gegen 22:00 Uhr grinsend ihre Gerätschaften über „Standby" auf „Poweroff" geschaltet haben.

Löcher